Ab wann mit dem Welpen in die Hundeschule?
Ein Welpe braucht viel Liebe – und von Anfang an Erziehung. Vieles lernt ein Hund in den ersten Lebensmonaten am leichtesten, und was sich einmal eingeschliffen hat, lässt sich später nur mühsam ändern. Eine gute Hundeschule kann dabei eine echte Hilfe sein.
Erst ankommen lassen
Ist dein Welpe gerade eingezogen, gib ihm eine Woche bis zehn Tage, um dich und sein neues Zuhause kennenzulernen. Für ihn ist der Umzug aufregend genug: Er wurde gerade von Mutter und Geschwistern getrennt.
Welpenspielstunde: oft schon ab der achten Woche
Viele Hundeschulen bieten Spiel- und Lernstunden für Welpen an, häufig schon ab der achten Lebenswoche. Dein Welpe trifft dort Gleichaltrige, lernt Sozialverhalten und macht in sicherem Rahmen neue Erfahrungen. Die meisten Hundeschulen verlangen dafür einen altersgemäßen Impfschutz – frag vorher nach und sprich mit deiner Tierarztpraxis über den Impfplan.
Der „Kindergarten“ bis etwa sechs Monate
Welpengruppen besuchen Hunde meist bis zu einem Alter von rund sechs Monaten. Besonders die ersten vier Lebensmonate prägen das spätere Verhalten stark. Danach geht es in die Junghundegruppe: Die ersten Kommandos werden gefestigt, neue kommen dazu.
Was dein Welpe zu Hause lernt
Die Hundeschule ersetzt nicht das, was im Alltag passiert. Diese Dinge übt ihr von Anfang an selbst:
- Stubenreinheit – damit beginnst du am Tag des Einzugs.
- Alleinbleiben – anfangs nur ganz kurz und ohne großes Abschiedstheater.
- Sitz, Platz und Komm – spielerisch, mit Leckerli und viel Lob.
- An der Leine gehen – und das wichtige „Nein“.
Wie du das angehst, steht im ersten Kapitel des E-Books.
Woran du eine gute Hundeschule erkennst
- Die Gruppen sind klein, die Welpen passen nach Alter und Größe zusammen.
- Die Trainerinnen und Trainer gehen ruhig und freundlich mit den Tieren um und arbeiten mit Belohnung statt Einschüchterung.
- Du darfst vorher zuschauen oder eine Probestunde besuchen.
- Ängstliche Welpen dürfen sich zurückziehen und werden nicht ins Getümmel gedrängt.
Zu spät ist es nie
Mit einem Welpen anzufangen ist ideal. Das heißt aber nicht, dass der Zug irgendwann abgefahren ist: Auch erwachsene Hunde und Senioren können Neues lernen und unliebsame Gewohnheiten ablegen. Wenn du einen älteren Hund aus dem Tierheim adoptierst, ist eine Hundeschule genauso eine gute Idee – für ihn und für dich.